Am 1.
März 2006 hat SBB Cargo die Öffentlichkeit über den restrukturierten
Wagenladungsverkehr informiert. Statt wie vorgesehen über 300
Bedienungspunkte nicht mehr zu bedienen, werden nun im Grundnetz 323 und
in speziellen Kunden- und Branchenlösungen 170 Bedienungspunkte
angefahren. Dazu kommen 89 Punkte an Netzen der KTU, wobei hier noch
weitere Punkte in Diskussion stehen. Somit werden inskünftig über 580
Punkte von 650 Punkten bedient werden.
Die
vorgestellte flexible Bedienung erlaubt Kostensenkungen von 85 Mio.
jährlich, die die Wettbewerbsfähigkeit des Binnengüterverkehrs
längerfristig sichert. Sie erlaubt auch die Wiederbedienung von Kunden,
welche vorerst auf eine Belieferung verzichten (müssen). Eine starre
linienorientierte Reduktion der Bedienungspunkte konnte in der Schweiz
verhindert werden.
Die
verladende Wirtschaft ist mit dem erzielten Resultat der Überprüfung des
bedienten Bahnnetzes zufrieden. Die intensiven Bemühungen der verladenden
Wirtschaft, Kantone und Verbände haben zu effizienten Lösungen geführt,
welche markante Kostensenkungen erlauben. Damit kann der
Binnengüterverkehr auf der Schiene langfristig sichergestellt werden.
Diese
positive Einschätzung kann jedoch nicht über das Grundproblem
hinwegtäuschen, das sowohl den Binnenverkehr als auch die Verlagerung im
Transitverkehr hindert: Die überhöhten und den Güterverkehr
diskriminierenden Trassenpreise. Immerhin ist es in der breit geführten
Diskussion des Binnengüterverkehrs in Politik und Wirtschaft gelungen, die
Überprüfung des Trassenpreises für den Güterverkehr zu initiieren. Das
Bundesamt für Verkehr, die Eisenbahnen und die Kundschaft sind daran,
Lösungen zur Senkung des Trassenpreises zu suchen, damit die
Rahmenbedingungen für den Bahngüterverkehr verbessert werden können.
Schliesslich sollen weitere Liberalisierungsschritte dazu beitragen, den
Wettbewerb auf der Schiene im Interesse der Verkehrsverlagerung
Strasse-Schiene zu verstärken. Die entsprechenden Vorschläge der
verladenden Wirtschaft wurden dem UVEK unterbreitet und sollen in die
kommenden Vorlagen zur Reform der Bahnen einfliessen.
Positionspapier der verladenden Wirtschaft
vom 3. März 2008